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Anlagen 

 

Entwässerung - Grunddestillation I und II



Alle Altöle der Mineralöl-Raffinerie Dollbergen werden in diesen Destillationsanlagen unter leichtem Vakuum thermisch behandelt. Die Entwässerungsanlagen dienen dazu, Wasser und leichtflüchtige Anteile (z.B. Benzin) abzudestillieren.

Das zurückbleibende Sumpfprodukt wird als Trockenöl bezeichnet und hat einen Flammpunkt über 61 °C sowie einen Wasseranteil von ca. 0,1 - 0,2 Gew. %.

Diese Trockenöle werden je nach Qualitätseinteilung den nachfolgenden Verarbeitungsstufen zugeführt.

 
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Flashdestillation



Das in der atmosphärischen Destillation getrocknete Altöl wird aus 100 m³ Vorlagetanks der Flashdestillationsanlage zugeführt. In dieser Anlage folgt eine mehrstufige Destillation, in der ähnlich wie bei der Fluxöldestillation zuerst die dem leichten Heizöl ähnliche Fraktion abdestilliert wird.

Das sich im Boden der Kolonne befindende Sumpfprodukt wird anschließend in der sogenannten Flashdestillation (bestehend aus Flashdrum und zwei Dünnschichtverdampfern) destillativ getrennt in ein Grundöl-Rohdestillat, das sogenannte „Flashdestillat“ und einen Destillationsrückstand, das sogenannte „Bodenprodukt“.

Alle im Trockenöl befindlichen Additivverbindungen, Rußpartikelchen, Metallabrieb u.ä., die vormals Bestandteil des eingesetzten Altöls waren, ergeben diesen Destillationsrückstand. Das Flashdestillat weist bereits Grundölcharakter auf und ist dunkelbräunlich-transparent. Schwermetalle z.B. sind in diesem Rohprodukt nicht mehr vorhanden.

Der Wärmeträgerölofen dieser Flashdestillation wird hauptsächlich mit betriebseigenem Brennstoff betrieben, und die Rauchgase werden über einen Nasswäscher so behandelt, dass die Reingase den Anforderungen der Genehmigung entsprechen. Die aus der Nasswäsche anfallenden Abwässer werden der betriebseigenen Kläranlage zugeführt.

Durch Vorschalten einer Hochtemperaturbrennkammer wurde erreicht, dass auch die Raffinerieabluft an diesem Ofen mit verbrannt werden kann, was erheblich zur Verbesserung der Immissionssituation beigetragen hat.

 
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Erweiterte Selektiv-Raffination 

Das patentierte Verfahren zur "Erweiterten Selektiv-Raffination" basiert auf dem Prozess der Flüssig-Flüssig-Extraktion. Hierbei werden die aus Gebrauchtölen gewonnenen Vakuumdestillate mit einem Lösungsmittel intensiv vermischt und dabei die noch störenden Inhaltsstoffe herausgelöst. Dadurch entsteht das hochwertige Kernsolvat®. Die herausgelösten Extrakte können als Schweröle verwendet werden. Das Lösungsmittel wird  im Prozess immer wieder zurückgewonnen und erneut eingesetzt, so dass  keinerlei Abfälle entstehen.

Das überlegene Kernsolvat® ist die Grundlage unseres hochwertigen Schmierstoffsortiments:

  • Industrieschmierstoffe 
  • Metallbearbeitungsöle 
  • Motorenöle 
  • Getriebeöle 
  • Hydrauliköle

Das Projekt zum Bau der „Erweiterten Selektiv-Raffination“ wurde durch die Europäische Union im Rahmen des Life-Umweltprogramms und durch das Land Niedersachsen im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungs-
programms für diese einzigartige Innovation unterstützt.