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Verfahren 

 

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(1) Alle unserem Prozess durch Tankwagen, Kesselwagen oder Tankschiffen zugeführten Gebrauchtöle und ölhaltigen Flüssigkeiten werden bei deren Eingang entsprechend der für Deutschland gültigen Altölverordnung einer Qualitätsanalyse unterzogen. Nur sortenrein gesammelte Altölqualitäten werden für das Schmierölrecycling verwendet, denn nur solche gewährleisten eine ökologische Kreislaufwirtschaft im Sinne der Ressourcenschonung. Mit anderen Qualitäten ist nur ein Downcycling zu Fluxölen und Schwerölen möglich.

(2) In Abhängigkeit dieser werden die Gebrauchtöle und ölhaltigen Flüssigkeiten in unterschiedliche Lagertanks abgelegt und entsprechend ihrer Bestimmung in den vorhandenen unterschiedlichen Verarbeitungssträngen aufbereitet. Der für uns wichtigste und komplexeste Verarbeitungsstrang ist der der Grundölherstellung und Grundlage für die daran anschließende Schmierstoffproduktion. Bei der Rückgewinnung von Grundöl durchläuft das Gebrauchtöl mehrere Behandlungsstufen.

(3) Die Entwässerung der Gebrauchtöle erfolgt  bei atmosphärischer Destillation bzw. unter leichtem Vakuum. Ziel der Anlagen ist es, Wasser und leichtflüchtige Kohlenwasserstoffanteile (z.B. Naphtha) aus dem Gebrauchtöl bis auf einen Restgehalt von ca. 0,1 – 0,2 Gew.% destillativ abzutrennen.

(4) Das Trockenöl wird einer Flashdestillationsanlage zugeführt, wo es in einem ersten Destillationsschritt von Gasölanteilen befreit wird, bevor in anschließenden Destillationsschritten die gewünschten Rohdestillate hergestellt werden. Die Rohdestillate beinhalten Kohlenwasserstoffketten des Siedebereiches zwischen ca. 320 °C bis 540 °C. Die ebenfalls in der Flashdestillationsanlage anfallenden Destillationsrückstände stellen das Bodenprodukt dar und beinhalten im Wesentlichen die im Gebrauchtöl enthaltenen verbrauchten Additive, Rußpartikel und Schwermetalle.

Zur Einstellung der vom Schmierstoffmarkt geforderten Grundölfraktionen werden die gewonnenen Rohdestillate einer Fraktionierungsanlage zugeführt. Hier werden die gewünschten Viskositätslagen erzeugt. In unserem Prozess beschränken wir uns auf die Herstellung von drei unterschiedlich viskosen Grundölausgangsfraktionen.

(5) Zur Entfernung der in den Grundölausgangsfraktionen restlich enthaltenen unerwünschten Bestandteile (z.B. Polyzyklisch Aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz: PAK’s), kleinste Schmutzpartikel oder aber instabile organische Verbindungen) werden diese mittels einem geeigneten Lösungsmittel in einer Flüssig-Flüssig-Extraktionsanlage behandelt. Das von restlichen Verunreinigungen befreite Grundöl bildet mit einem geringen Lösungsmittelanteil die Raffinatphase. Das mit den Verunreinigungen angereicherte Lösungsmittel bildet die Extraktphase. Sowohl die Raffinat- als auch die Extraktphase werden in nachgeschalteten Destillationseinrichtungen vom Lösungsmittel getrennt. Das vollständig zurück gewonnene Lösungsmittel kann so erneut im Extraktionsprozess eingesetzt werden. Die so gewonnenen Raffinate respektive Kernsolvat® werden in vorhandene Lagertanks abgelegt und können als hochwertiges Grundöl direkt verkauft oder in unseren eigenen Misch- & Abfüllanlagen zu unterschiedlichen Schmierstoffanwendungen (z.B. Motorenöle, Hydrauliköle, Getriebeöle, Industrieschierstoffe) weiter verarbeitet werden. Das mit durchschnittlich 9 % anfallende Extrakt kann sowohl als Heizölölkomponente verkauft oder in den eigenen Dampferzeugungsanlagen verwendet werden. Das Innovative der von der Mineralöl-Raffinerie Dollbergen GmbH eigenständig entwickelten Extraktionstechnologie ist, dass diese vollkommen abfallfrei, umweltfreundlich und ressourcenschonend arbeitet.